Was ist Chilling Effects?



Gemäß § 130 StGB ist es verboten, Justizverbrechen zu leugnen oder zu verharmlosen (vgl. Auschwitzlüge).

Google wurde jedoch gezwungen, genau das zu tun, nämlich eine Website zu leugnen, weil Deutsche nicht erfahren sollen, daß "durch Richter und Staatsanwälte der Hamburger Justiz" unzählige Menschen "entrechtet, mißachtet, gequält, ihrer Freiheit beraubt und zu Tode gebracht worden sind".

Wer die Vergasung der Juden oder die Verbrechen der Justiz nicht verharmlost, muß in Deutschland damit rechnen, daß Richter den Betreibern von Suchmaschinen verbieten, auf die Websites zu verweisen, die diese Verbrechen gegen die Menschlichkeit nicht billigen, nicht leugnen und nicht verharmlosen.

Wegen weiterer Details siehe hier.


 
 
Quiz-Frage für Anhänger der Zwickauer Nazis Uwe Böhnhardt, Uwe Mundlos und Beate Zschäpe:

Bei welcher Organisation waren die folgenden Nazis und SS-Leute als Führungskräfte beschäftigt?

Zur Lösung siehe hier.


 
 
"Unfrisierte Gedanken"

Stanislaw Lec hat über unmenschliche Richter, die unzählige Menschen "entrechtet, mißachtet, gequält, ihrer Freiheit beraubt und zu Tode gebracht" haben, viele "Unfrisierte Gedanken" verfaßt, z.B.:

- "Sogar ein Glasauge sieht seine eigene Blindheit." (10)
- "Wie übt man das Gedächtnis, um vergessen zu lernen?" (12)
- "Wer kein Gewissen hat, muß es mit dem Mangel desselben kompensieren." (28)
- "Vor der Wirklichkeit kann man seine Augen verschließen, aber nicht vor der Erinnerung." (32)
- "Wir haben es verlernt, Grabmäler von Denkmälern zu unterscheiden." (35)
- "Der Leichnam wurde seinem Mörder gegenübergestellt: aber er erkannte ihn nicht." (41)
- "Die meisten Denkmäler sind hohl." (73)
- "Die Unkenntnis des Gesetzes befreit nicht von der Verantwortung. Aber die Kenntnis oft." (75)
- "Je mehr wir uns der Wahrheit nähern, desto mehr entfernen wir uns von der Wirklichkeit." (76)
- "Um an die Quelle zu kommen, muß man gegen den Strom schwimmen." (82)
- "Niemals kann die Welt jenen vergeben, die nichts verschuldet haben." (83)
- "In Wirklichkeit sieht alles anderes aus, als es wirklich ist." (88)
- "Die Freiheit der Sklaven mißt man an der Länge ihrer Kette." (89)
- "Henker treten meist in Masken der Gerechtigkeit auf." (94)
- "Sie steinigten ihn mit einem Denkmal." (95)
- "Ach, wäre die höchste Staatswürde doch die menschliche!" (95)
- "Sein Gewissen war rein. Er benutzte es nie." (105)
- "Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit! Aber wie gelangen wir zu den Tätigkeitswörtern?" (106)
- "Geht der Gerechtigkeit aus dem Weg. Sie ist blind!" (107)
- "Verteidigung des Mörders: Wie kann ein Mensch für unmenschliche Taten bestraft werden?" (109)
- "Es gab zwei Möglichkeiten: entweder sich auf den Boden ihrer Grundsätze zu stellen, oder über ihnen zu hängen." (112)
- "Selbst wenn der Mund sich schließt, bleibt die Frage offen." (118)
- "Ich mag Philosophen nicht, die das Haar auf fremden Köpfen spalten. Noch dazu mit einem Beil." (122)
- "Der Humanismus wird die Menschheit überdauern." (123)
- "Gäbe es die Wirklichkeit nicht, könnte sie niemand feststellen." (133)
- "Er war ein vorzüglicher Hüter des Rechts. Er behütete es so gut, daß niemand in dessen Genuß kam." (128)
- "Aus der Problematik des Rechts: Bis zu wievielen Toten darf man sich irren?" (135)
- "Selbst Tote schweigen - bis die Zeit für sie zu reden anfängt." (136)
- "Wir zahlen mit dem Leben oder mit dem Tod. Die Währung bleibt die gleiche." (149)
- "Rechtfertigung der Kannibalen: Menschen sind Vieh." (149)
- "Das Opfer ist stets am Verbrechen beteiligt. Sogar negativ." (182)
- "Schwer, sich selbst die Wahrheit zu sagen, wenn man sie kennt." (182)
- "Seien wir diskret. Fragen wir die Toten nicht danach, ob sie gelebt haben." (185)
- "Am leichtesten entkommt man durch die Lücke im Gedächtnis." (194)
- "Autovertreter verkaufen Autos. Versicherungsvertreter verkaufen Versicherungen. Und Volksvertreter?" (196)
- "Hat ein Tier Menschenaugen, fühlen wir uns unwohl. Stimmt's?" (198)
- "Es gab einen, der ein halbes Leben an einem Gedanken saß und die andere Hälfte für diesen Gedanken." (208)
- "Gewöhnen kann man sich lediglich an den Tod der anderen." (210)
- "Schreckgespenst der Zukunft: Denkmäler, die reden." (239)
- "Hätte ich damals gewußt, was ich heute weiß, wüßte ich es nicht heute." (241)
- "Ob sich ein Mensch ohne Phantasie die Wirklichkeit vorstellen kann?" (262)
- "Für Menschenkinder, die mit Lügen auferzogen wurden, ist die Wahrheit ein Krankheitserreger." (262)
- "Willst du die Lüge sehen, blicke der Wahrheit ins Auge." (266)
- "Einem Genie verzeiht man vieles. Nach seiner Hinrichtung." (266)
- "Nicht alles, was wirklich ist, ist wahr. Zum Beispiel die Lüge." (268)
- "Das Echo des Schweigens ist unüberhörbar." (273)
- "Es gibt keine ewigen Wahrheiten. Ewige Lügen schon." (277)
- "Vor dem Recht sind alle gleich. Aber nicht vor den Rechtsprechern." (280)
- "Das meiste über das Leben der Vorzeit erfahren wir von den Friedhöfen." (289)
- "Vielleicht wird es später einmal Lebewesen geben, die auch nicht werden glauben wollen, daß sie von Menschen abstammen?" (291)
- "Was man nicht einfach sagen darf, darf man auch nicht einfach verschweigen." (315)
- "Erwarte nicht von einem, der einen Knebel im Munde hat, daß er dir das sagt." (337)
- "Je reiner die Schuld der Opfer, desto schmutziger die Hände der Henker." (347)
- "Tabus vermehren sich erschreckend, obwohl sie unberührbar sind." (360)
Quelle: Stanislaw Jerzy Lec: Sämtliche unfrisierte Gedanken. Aus dem Polnischen übertragen von Karl Dedecius.
Carl Hanser Verlag, München 1982, 1986, 1996. Die Seitenzahlen der zitierten Aphorismen stehen in Klammern.